Home  
  Herausgeber  
     
  Kontakt  
Außer der Reihe

Matthias Biskupek:
Des Dichters Fluch. 33 Gedichte aus vier Jahrzehnten
Mit drei Zeichnungen von Kay Voigtmann


 


"Des Dichters Fluch"



"Messersechszeiler"

Edition Ornament im quartus-Verlag,
Bucha bei Jena 2015
48 Seiten, schwarzer Pappeinband
mit Seitenlaschen, schlanke 12/21 cm,
handgeleimtes Etikett in Blindprägung,
kirschrote Vor- und Nachsatzpapiere,
handgenähte Fadenheftung.


Einmalige Auflage in 444 num. Exemplaren.


Nr. 1-11: Vorzugsausgabe A
mit allen drei Originalzeichnungen von Voigtmann im größeren Format 16/27 cm, einem handgeschriebenen Gedicht von Matthias Biskupek und dem Buch zusammen in einer Mappe.
Preis: 333,33 EUR


Nr. 22-22: Vorzugsausgabe B
mit der Originalzeichnung "Des Dichters Fluch" in Größe des Buches und signiert vomn Matthias Biskupek.
Preis: 89,90 EUR.


Nr. 23-33: Vorzugsausgabe C
mit der Originalzeichnung "Messersechszeiler" in Größe des Buches und signiert vomn Matthias Biskupek.
Preis: 89,90 EUR.


Nr. 34-44: Vorzugsausgabe D
mit der Originalzeichnung "Unsere wilde Staatsjagd" in Größe des Buches und signiert vomn Matthias Biskupek.
Preis: 89,90 EUR.


Die Zeichnungen sind serielle Unikate in Mischtechnik.

Nr. 45-444: Normalausgabe á 14,90 EUR


ISBN 978-3-943768-51-0

Zu bestellen beim Herausgeber.


Gedichte von Matthias Biskupek?
Wo gibt’s denn so ’was?
In der Edition Ornament natürlich –
aber auch dort nur als eine kleine Kostbarkeit
„Außer der Reihe“ ...

Der Meister der Satire wird 65 und macht seinen Lesern ein Geschenk: zum ersten Mal erscheint in diesem handgehefteten Bändchen eine Auswahl von 33 seiner Gedichte, Lieder und Sprüche.

Die sind wie seine Prosa:
ein humorvolles Spiel mit dem Material Sprache, zuweilen die Großen der Poeterey parodierend, phantasievoll immer, heiter gelassen und manchmal auch bissig –
wie es sich für einen Satyr gehört!
Kay Voigtmann hat dazu kongenial groteske Zeichnungen geschaffen, die in gleich vier Vorzugsausgaben original zu haben sind.



"Unsere wilde Staatsjagd"




Leseprobe


Italien siegt über Deutschland

Deutschland, meine Trauer
Land im Dämmerschein
Italien, Dein blauer
Himmel musst’ es sein
Die Fakten, die sie schufen:
Es stand gar schnell Zwei Null
Statt Dich nun laut zu rufen,
Hatt ich die Schnauze vull
Ich nahm zur Brust mir einen
Frascati lungo light
Um mit Dir zu weinen
In der Dunkelheit …
So kam alsbald die Sonne
Friede kehrte ein –
Italien, meine Wonne
Du, mein Fröhlichsein

(28. Juni 2012)



Die Schuldfragenantwort

Der war nicht
Dabei wars der
Der wars nicht
Sie ist dabei gewesen
Es ist alles gewesen
Es ist alles nur ein Gewese
Man wars nicht, doppelt nicht
Mehr oder weniger warens alle
Es kann nur ums Dabeisein gehen
Das Nichtdabeisein sagt: alles nichts

Dabei war überhaupt keiner dabei. Es ist nämlich
überhaupt nichts dabei. Es war alles lange vorbei
gewesen, als einer mal dabei gewesen sein soll.
Etwas gewesen sein, heißt doch noch lange nicht,
dass man dabei gewesen ist.

Wenn was gewesen sein soll, muss das dann passiert
sein, als man nicht dabei gewesen ist. Dabei gewesen
sind ja alle, und nichts kann doch dabei sein, dass keiner
dabei gewesen sein will. Niemand konnte bei keinem
dabei gewesen sein, obwohl jetzt alle und immer und
sowieso überall dabei gewesen sein müssen.

(Geschrieben 1995 für eine Ausstellung in Tampere und Helsinki.)



Messersechszeiler

Haste ein Messer
Geh in den Park
Kauf Dir den Neger
Weiber sind Feger
Weiber ham Ängstchen
Giekelgiekelgänschen


(Erstdruck in: „Rot angeschwärzt“,
burgart-presse Rudolstadt, 1996)



Strafarbeit
um endlich in DEUTSCHLAND anzukommen

Die DDR war eine Unrechtsrepublik.
Die DDR war eine Unrechtsrepublik.
Die DDR war eine Unrechtsrepublik.
Die DDR war eine Unrechtsrepublik.
Die DDR war eine Unrechtsrepublik.

Ich habe mich in der DDR nie wohlgefühlt.
Ich habe mich in der DDR nie wohlgefühlt.
Ich habe mich in der DDR nie wohlgefühlt.
Ich habe mich in der DDR nie wohlgefühlt.
Ich habe mich in der DDR nie wohlgefühlt.

Sollte ich mich wohlgefühlt haben, entschuldige ich mich.
Sollte ich mich wohlgefühlt haben, entschuldige ich mich.
Sollte ich mich wohlgefühlt haben, entschuldige ich mich.
Sollte ich mich wohlgefühlt haben, entschuldige ich mich.
Sollte ich mich wohlgefühlt haben, entschuldige ich mich.


(2013)




Pressestimmen

liegen noch nicht vor, da der Band soeben erschienen ist.



 
Herstellung: poliTEXTbüro Update: 24.12.2015